Optimierte Versorgung der Patienten für
Allgemeinmedizin - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Der Berufsverband der Allgemeinärzte in Berlin und Brandenburg (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (DGPM) starten ein Projekt zur Verbesserung der Patientenversorgung. Initiatorin ist Frau Dr. med. Angelika Prehn, Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin und Vorsitzende des Berufsverbandes der Allgemeinärzte in Berlin und Brandenburg.
Im Praxisalltag begegnet der Hausarzt häufig Patienten mit psychosomatischen Problemen. Oft ist die Betreuung dieser Kranken schwierig und zeitaufwändig. Trotz intensiver Bemühungen sind die Verläufe für Arzt und Patient nicht selten unbefriedigend und enttäuschend.
Bisher war die Überweisung an einen Facharzt für Psychosomatische Medizin oder einen anderen psychotherapeutisch tätigen Arzt oder Therapeuten nicht immer einfach. Einschränkende Regelungen zur Psychotherapie führen häufig zu praktischen Schwierigkeiten wie: „niemand zu erreichen“, „lange Wartezeiten“, keine Termine“, „Kostenübernahme abgelehnt“, „keine kollegiale Rücksprache“ etc. .
Hier soll ein Modellprojekt von KV Berlin und Fachärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Abhilfe schaffen. Ab dem 1.7.2007 können die an diesem Projekt teilnehmenden Psychosomatiker Patienten mit den entsprechenden Facharztleistungen des jetzigen EBM versorgen. Das heißt, ab sofort ist es eher möglich kurzfristige Terminvergaben, begrenzte konsiliarische Stellungnahmen, akute Krisenversorgung, Betreuung von Patienten, die für eine Richtlinienpsychotherapie nicht geeignet sind, zu gewährleisten.
Darüber hinaus ist beabsichtigt, die ambulant-stationäre Versorgungsangebote psychosomatischer Patienten enger zu verzahnen. So soll es im Rahmen des Kooperationsprojektes auch möglich sein, nach vorheriger psychosomatisch konsiliarischer Abklärung Patienten auch akut stationär einweisen zu können.
Ziel ist eine bessere Versorgung der oft schwierigen Patienten mit psychosomatischen Problemen oder psychischer Überlagerung. Der zuständige Allgemeinmediziner bleibt weiter für die hausärztliche Betreuung verantwortlich.